Sehenswürdigkeiten in Koblenz 
Sehenswürdigkeiten in Koblenz

Sehenswürdigkeiten in Koblenz


Schloss Stolzenfels

Die Stadt Koblenz schenkte 1823 dem Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen die Ruine der Burg Stolzenfels. Ein paar Jahre später baute er auf den Grundmauern der Burg ein Schloss. Die Burg war die erste kurtrierische Befestigung im Rheintal. Der Trierer Erzbischof Arnold II. von Isenburg ließ sie 1242 bis 1259 bauen. Erzbischof Balduin ließ die Burg durch eine Mauer mit dem Ort verbinden. Dadurch wurde Stolzenfels zu einer wichtigen Rheinzollstätte. Ab dem 15. Jahrhundert hatte die Burg keine Bedeutung mehr. Im Jahr 1689 wurde sie von französischen Truppen zerstört. Kronprinz Friedrich Wilhelm baute die Ruine wieder auf. Wehrhaftigkeit war nicht mehr nötig. In der Umgebung des Schlosses wurde ein Landschaftspark angelegt. Auf dem ehemaligen Burggelände entstand ein Pergola Garten. Durch eine Arkade erreicht man diesen Garten. Die Arkade verbindet den Wirtschaftstrakt mit dem neuen Schloss. Im Inneren sind 2 Rittersäle, ein großer und ein kleiner. Außerdem sind die Privatgemächer der Schlossherrin im nördlichen Teil und die des Schlossherrn auf der Bergseite. Friedrich Wilhelm bevorzugte neogotische Innenarchitektur. Dies zeigt sich in den Fresken und den Wandvertäfelungen.Zu Ehren der Gemahlin Friedrich Wilhelms ist vieles in blau weiß gehalten. Sie war eine Schwester Ludwigs I. von Bayern und stammte aus dem Hause Wittelsbach. Das Schloss kann heute in einer ca. 50-minütigen Führung besichtigt werden. Dabei geht es durch die Außenanlagen, den italienisch angehauchten Pergola Garten und die Terrassen. Die Terrassen auf den ehemaligen Wehranlagen bieten einen schönen Blick auf das Rheintal. Im Rittersaal finden heute wieder musikalische Veranstaltungen und Konzerte statt. Im Mai wird das Humordichter-Festival organisiert.


Deutsches Eck

Die Landzunge an der Einmündung der Mosel in den Rhein bezeichnet man als Deutsches Eck. Es ist das Wahrzeichen der Stadt und damals wie heute ein touristischer Anziehungspunkt. Ein monumentales Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I., ein Denkmal für die Gründung des Deutschen Reiches 1871, befindet sich seit 1897 auf dem Areal. Nach dem Tod Kaiser Wilhelms I. 1888 entstand die Idee, als Dank für die erkämpfte Einigung Deutschlands in drei Kriegen (1864, 1866, 1871), dieses Bauwerk zu erschaffen. Es ist 37 Meter hoch, davon entfallen 14 Meter auf das Reiterstandbild. Eigens hierfür schaffte man durch Zuschütten des Hafens das Gelände. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges beschoss die 3. US-Armee die Stadt und dabei wurde das Reiterstandbild von einer Artilleriegranate getroffen und zerstört. Die ursprüngliche Figur wurde wegen des raren Kupfers abgebaut und eingeschmolzen. Einige Teile wurden bereits im Vorfeld gestohlen. Originalteile, wie der Kopf des Kaisers, welcher heute im Mittelrhein-Museum ausgestellt ist, tauchten später wieder auf. Die französische Besatzung plante das restliche Standbild abzubauen und es durch ein Denkmal für Frieden und Völkerverständigung zu ersetzen. Dies konnte jedoch aus mangelnden finanziellen Mitteln nicht realisiert werden. An Stelle des Reiters nahm nun ein Fahnenmast mit der Bundesflagge den Platz auf dem verbliebenen Sockel ein. Durch eine Schenkung des Ehepaares Anneliese und Dr. Werner Theisen, die die Kosten der Rekonstruktion des Standbildes übernahmen, konnte Kaiser Wilhelm I und sein edles Ross wieder seinen alten Platz am 02. September 1993 einnehmen. Das vorgelagerte Gelände wird aufgrund seiner Beschaffenheit noch heute für Großveranstaltungen genutzt.


Festung Ehrenbreitstein

Gegenüber der Moselmündung bei Koblenz steht seit dem 16. Jahrhundert die Festung Ehrenbreitstein, die seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie galt aufgrund ihrer Lage im 19. Jahrhundert als uneinnehmbar. Der Feind konnte durch den Festungsverbund mit den anderen Festungen von allen Seiten attackiert werden. 118 Meter über den Rhein erstreckt sich das imposante Bauwerk. Carl Schnitzler ließ die Wehranlage in den Jahren 1817 bis 1828 errichten. Die Festung gehörte zu der militärischen Stadtbefestigung der Stadt Koblenz und diente zusätzlich zur Sicherung des Mittelrheintals und der gesamten Verkehrsinfrastruktur. Eigentümer der Anlage ist gegenwärtig das Land Rheinland-Pfalz und beherbergt das Landesmuseum Koblenz sowie die Koblenzer Jugendherberge und das Ehrenmal des Heeres. Nach Norden und Osten hin wurden die stärksten Befestigungen angelegt. Hier findet man zwei bis fünf Meter tiefe und 15 bis 25 Meter breite Gräben und Wälle mit bis zu 3 Meter dicke Außenmauern. Diese besitzen drei übereinanderliegende Reihen Kanonenscharten. Aber die Festung sollte nicht nur funktional und wehrhaft sein, sie sollte auch den preußischen Staat repräsentieren. Aus diesem Grunde zeigt sich die historische Wehranlage ihren Besuchern mit zwei Gesichtern. Nach Außen abschreckend und bedrohlich und von innen erweckt sie den Eindruck eines herrschaftlichen Schlosses. Das nordöstlich gelegene Feldtor eröffnet den Besuch, wobei der Besucher genau auf das Grabentor zuläuft. Am zweiten Samstag im August findet im Rahmen der Veranstaltung „Rhein in Flammen“ ein Höhenfeuerwerk statt, welches von hunderttausenden Besuchern entlang der Rhein- und Moselpromenade bestaunt wird. Aber auch die Historienspiele, eines der größten Historienveranstaltungen Deutschlands, findet ihren Platz an der Festung. Hier wird die 3.000jährige Geschichte von Kelten, Römern, Rittern und Preußen lebendig.


Fort Asterstein

Fort Asterstein war Bestandteil der preußischen Festung Koblenz und liegt im gleichnamigen Stadtteil Asterstein. Auch das Fort gehört seit 2002 zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Man errichtete es in den Jahren 1818 bis 1828 ebenso wie die benachbarte Festung Ehrenbreitstein in neupreußischer Manier. Seinen Namen erhielt es 1847 zu Ehren des preußischen Generals Ernst Ludwig von Aster. Die Wehranlage sicherte die Städte Koblenz und Ehrenbreitstein gegen Beschuss und bildete den südlichen Außenposten Ehrenbreitsteins. Ein entscheidender Umbau wurde 1870 durchgeführt. Man verlängerte im Osten den Wall, sodass eine zweite Front entstand. In dem Zuge baute man Traversen zur Deckung gegen seitlichen Beschuss. Außerdem ersetzte man den feindliches Feuer anziehenden linken Flankenturm durch ein niedriges Erdwerk. Vor 1870 bestand Asterstein aus einem Wall und zwei Flanken. Vor dem Graben befand sich ein gedeckter Weg mit darunterliegendem Gegenminensystem, welches vorgelagert war. Den Graben konnte man durch ein Grabenwehr und einer Grabenmauern verteidigen. Zudem konnte man aus dem Graben den Reduit unterirdisch erreichen. Auch die Munition wurde unter Tage gelagert. Der zweistöckige, kasemattierte Reduit war auf der Rückseite installiert. Vom Hof aus waren Rampen auf die Geschützstellungen errichtet worden. Durch die 1927 erfolgte Entfestigung und durch Veränderungen sind lediglich das Reduit, der Torbau, ein Teil der linken Flanke des Walls und das linke Flankierungswerk erhalten. 1944 wurden die südwestlichen Kasematten durch einen Bombenangriff zerstört. Die Außenwerke sind fast vollkommen verschwunden. Die Koblenzer Familie bewohnte noch bis Ende der 60er Jahre das Fort. Danach überließ man den Komplex dem Verfall. Dennoch ist der Besuch der Ruine ein absolutes Muss für jeden Besucher der Stadt.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Koblenz

Bundesland:
Rheinland-Pfalz

Landkreis:
Kreisfreie Stadt

Höhe:
65 m ü. NN

Fläche:
105,02 km²

Einwohner:
106.445

Autokennzeichen:
KO

Vorwahl:
0261

Gemeinde-
schlüssel:

07 1 11 000



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